Der Buddhismus - Die Entstehung
Kyros, der persische Großkönig, entwickelte eine Zentralgewalt. Diese wurde auch in Indien nachgeahmt. Darauf folgten jedoch nur Kriege zwischen den Königreichen des Subkontinents, den vielen und winzigen Fürstentümern und den freien Städten.
An den Höfen herrschten Mißtrauen und Spitzelwesen, die Politik wurde mit 'Gift und Dolch' gemacht. Man sagte, Politik sei 'Brauch der Fische': die Großen fressen die Kleinen. Mit der kulturellen Blüte jener Zeit gingen gleichzeitig Ausbeutung und Unterdrückung der unteren Gesellschaftsschichten einher. Erst jetzt erstarrte die Kastenordnung zu einem unbeweglichen System, das die Niedriggeborenen den Interessen und Privilegien der höheren Stände auslieferte.
Die Bildungsmöglichkeiten, die aufkommende Geldwirtschaft und das gesamte brahmanische Verwaltungssystem dienten einseitig den oberen Kasten.
Die Religion unterstützte diese Ungerechtigkeit. Das Wort Mokscha (urprüngliche Bedeutung: sich befreien aus Knechtschaft) bekam zentrale Bedeutung und das Volk sehnte sich immer mehr nach Befreiung.
