Der Buddhismus - Buddha-Lehre


Buddha-Lehre

Die für den Ur-Buddhismus konstitutiven Größen sind: Buddha, dharma und sangha. Gautama lehrte seine ersten Missionare folgende alte Formel:
»Ich gehe zu Buddha als meinem Führer.
Ich gehe zu dharma (Buddas Lehre) als meinem Führer.
Ich gehe zu sangha (Gemeinschaft des Ordens) als meinem Führer.«

Die dreifache Wiederholung gilt als Bekenntnis zum Buddhismus. Bei jeder Versammlung von Laien, Mönchen und Nonnen werden an jedem buddhistischen Schrein diese drei Führer dreimal angerufen.

Buddha und die Götter

Die Frage nach Gott hat Buddha nie beantwortet. Wenn er gefragt wird, gibt er eine ausweichende Antwort, er wisse darüber nichts Sicheres und es sei auch für den Erlösungsweg des Menschen unbedeutend.

Götter im Hinayana-Buddhismus

Im Hinayana-Buddhismus ist Buddha das weiseste, edelste und gütigste Wesen und Buddha selbst versteht sich nur als Wegweiser zum Heil ohne einen Anspruch auf göttliche Verehrung zu erheben.

Götter im Mahayana-Buddhismus

Hier ist Buddha nur die irdische Spiegelung eines überirdischen Buddha, der eine Wesensfreihieit besitzt. In jedem dieser Wesen spiegelt sich eine Phase im Prozeß der Vergöttlichund des Buddha wieder.


Buddhistisches Weltbild

Im buddhistischen Weltbild schweben unendlich viele Weltsysteme, die alle aus ewigem Raum stammen, nebeneinander. Jedes der Weltsysteme hat eine Ober-, eine Mittel-, und eine Unterwelt.

In der Unterwelt liegen die Höllen, in denen Übeltäter Qualen erleiden. Darüber erhebt sich die von Meeren umflossene Erdscheibe mit dem Berg Meru als Mittelpunkt, um den sich vier meerumspülte Erdteile legen. Um den Meru herum kreisen auch Sonne, Mond und Sterne. Auf ihm wohnen Götter.

Alle diese Stockwerke gehören zur »Region der Begierde«. Darüber erstrecken sich die Regionen der »reinen Formen« und der »Nicht-Formen«. Dort leben begierdelose Götter.

Mit Ausnahme der oberen Himmel befinden sich diese Welten in einem ständigen Wechsel von Werden und Vergehen.

Gegenwärtige Welten werden vergehen; vergangene Welten sind vergangen und in unendlicher Zukunft werden neue entstehen. Jede dieser Welten dauert ein Mahakalpa. Nicht nur die Zeit ist ohne Anfang und Ende. Auch bei allen Lebewesen herrscht ein ständiger Kreislauf, bei dem ihre Existenz ständig verändert wird. Dieser verhängnisvolle Kreislauf heißt Samsara (vorüberfließen, weiterfahren, ins Sein kommen) und steht im Gegensatz zum Nirwana.

Der Grund für diesen Kreislauf des Werdens liegt im Grundprinzip des Nidana. Dieses zwölfgliedrige Kausalitätsgesetz besagt, daß jedes Glied aus dem vorausgehenden entsteht. Aus dem Internet stammt dieser Text und er wurde nichtmal durchgelesen. Im Bezug auf Lebewesen heißt dieses Kausalgesetz »Karman« (Handlung, Tat).
Da alles, was wir jetzt tun in der Zukunft vergolten wird, je nach den Taten , ist eine Wiederverkörperung in 5 verschiedenen Lebensformen gegeben:

Die Lehre von Karman erklärt die Verschiedenheit menschlicher Anlagen und Schicksale.

Der Mensch und seine Erlösung

Samsara, Nidana und Karman bilden die Voraussetzung für die buddhistische Erlösungslehre. Im Buddhismus stellt man sich ein Rad der verschiedenen Daseinsformen die der Erlösung bedürfen vor. Dieses Rad dreht sich, solange Menschen unwissend sind und nicht erkennen, daß alles vergänglich und deshalb leidvoll ist.
Die Lehre vom Leiden mit den vier edlen Wahrheiten (siehe auch: Weg zur Erleuchtung.

Der achtfache Pfad (Achtweg)
Dieses, Mönche, ist die Wahrheit von dem zur Leidensaufhebung führenden Wege, nämlich:
  1. Rechte Ansicht,
  2. Rechter Entschluß,
  3. Rechte Rede,
  4. Rechtes Verhalten,
  5. Rechte Lebensführung,
  6. Rechte Anstrengung,
  7. Rechte Achtsamkeit,
  8. Rechte Meditation.
Diese praktische Lebensanleitung ähnelt auf den ersten Blick sehr den christlichen 10 Geboten. Der Unterschied jedoch ist grundlegend: Die Mißachtung dieser Anleitungen ist keine "Sünde" - so etwas gibt es im Buddhismus nicht.
Die vier edlen Wahrheiten
1.) Was ist das Leiden? Geburt ist Leiden, Alter ist Leiden, Krankheit ist Leiden, Tod ist Leiden. Das Verbundensein mit ungeliebten ist Leiden und das Getrenntsein von Lieben ist Leiden. Ebenso ist die Nichterfüllung von Wünschen und Vorstellungen Leiden. Die fünf Formen des Anhaltens an das Irdische (den Körper, die Empfindungen, die Wahrnehmungen, die Triebkräfte, das Bewußtsein) ist Leiden. Solcher Art ist das Leiden.

2.) Wie entsteht das Leiden? Durch den Leidensdurst, der von Wiedergeburt zu Wiedergeburt führt und der mit Freude und Leidenschaft verbunden ist. Also der Durst nach Lust, nach Werden und nach Aufhören des Werdens. Auf solche Art entsteht das Leiden.

3.) Wie kann das Leiden beendet werden? Durch die Unterdrückung und völlige Aufhebung des Lebensdurstes, der von Wiedergeburt zu Wiedergeburt führt und mit Freude und Leidenschaft verbunden ist. So wird das Leiden aufgehoben.

4.) Welches ist der Weg der Aufhebung des Leidens? Es ist der heilige, Achtfache Pfad.


Nirwana als Erlösungsziel

Wer die vier edlen Wahrheiten erkennt, hat das Leid bereits grundsätzlich überwunden. Wenn er dann aus dieser Erkenntnis heraus den edlen achtfachen Pfad beschreitet, dann erlangt er das Heilsziel »Nirwana« (auch: Nirvana).


Die Frau im Buddhismus

In der Legende Buddhas treten verschiedene Frauen auf. Besonders zu erwähnen sind hier Buddhas Mutter Maja, die als Maha-Maja fast göttliche Verehrung genießt und Maha-Prajapati Gotami, die Schwester seiner Mutter und Buddhas Stiefmutter, die die erste buddhistische Nonne wurde.

Obwohl es nach streng buddhistischer Lehre bei Heilsgestalten keinen Geschlechtsunterschied gibt, finden sich zum Beispiel im Buddhakult Chinas oder Japans madonnenartige, weibliche Bodhisattvas. Sie stellen alles dar, was gläubige Frömmigkeit mit Weiblichkeit verbindet. Als Göttin der Gnade, der Barmherzigkeit und des Mitleids sind sie neben dem Buddha Amitabha die volkstümlichsten Gottheiten.

Frauenfeindliche Passagen in buddhistischen Schriften sind nachträglich hinzugefügt worden. Auch die Behauptung, Buddha habe sich lange Zeit geweigert den Frauen den Eintritt in den Orden zu erlauben, sind spätere Reaktion aus der Zeit nach Buddhas Tod.

Vom Grundkonzept seiner Lehre her kennt Buddha bei denen, die ihm auf dem Weg zur Erleuchtung nachfolgen, keinen Unterschied. Entscheidend für ihn ist, daß alle den achtfachen Pfad gehen, der zum Erlöschen ihres Lebensdurstes, zum Nirwana führt.