Der Buddhismus - Wissenswertes


Anhängerzahlen (in Millionen)
Buddhismus274
Hinduismus583
Islam923
Jüdische Religion17
Christentum1433

Festkalender

Die 2500ste Wiederkehr von Buddha Tod wurde festlich begangen.

Der buddhistische Festkalender richtet sich - Japan ausgenommen - nicht nach dem Sonnen-, sondern nach dem Mondjahr und enthält daher bewegliche Feiertage.
Die Buddha-Feste sind: Geburt, Erleuchtung, erste Predigt, Tod und Eingang ins Nirwana. Außerdem werden Feste buddhistischer Heiliger gefeiert.

Mahakalpa

das heißt: Großperiode von 20 kalpas von koppas = Perioden.

1 Kalpa (Weltperiode) umfaßt 1 680 000 Jahre und ist unterteilt in 8 Kleinperioden. Außerdem gibt es zwei abwechselnde Groß-perioden (das Mahakalpa der Leere, in dem es keinen Buddha gab) und das Buddha-Mahakalpa.

Yoga und Meditation

Yoga ist als psychophysische Technik in ganz Indien verbreitet. Teilweise entstand es als Reaktion auf die Verfestigung des brahmanischen Ritualwesens Mitte des 1. Jahrhunderts vor Christus. Im Yoga sahen Einsiedler und Asketen einen Weg zur Überwindung des Geburtenkreislaufs.
Aus diesen Atemübungen und Meditationen entwickelte sich ein System und im 500 n. Chr war es soweit verbreitet, daß es endgültig schriftlich fixiert wurde. Im Buddhismus hat Yoga den Zweck, die körperlichen und geistigen Funktionen völlig auf das Erreichen des Samadhi (»Erleuchtung«) auszurichten. Wird Yoga lang genug praktiziert, ist dieses Ziel zu erreichen, man wird nicht mehr wiedergeboren.

Nirwana

wenn der Mensch durch Nachdenken und Meditation seine spirituelle Unwissenheit überwunden und in der Erleuchtung erfahren hat, daß er kein selbständiges Ich, sondern Teil der alles umfassenden Buddhanatur ist, dann geht er ins Nirwana ein.
Dieser Zustand läßt sich nicht beschreiben, aber er ist mehr als ein reines Nichts. Mit dem Eingang ins Nirwana endet die Kette der Wiedergeburten. Der Mensch ist dann zur höchsten Freiheit erwacht.

Gebote

Für alle Buddhisten gelten die Pantsa-Sila, die ungefähr der zweiten Tafel der jüdischen und christlichen 10 Gebote entsprechen:
  1. Ich beobachte das Gebot, mich fernzuhalten von der Vernichtung der Lebewesen.
  2. Ich beobachte das Gebot, mich fernzuhalten von Diebstahl.
  3. Ich beobachte das Gebot, mich fernzuhalten, unerlaubten, geschlechtlichen Verkehrs.
  4. Ich beobachte das Gebot, mich fernzuhalten von Lüge und Trug.
  5. Ich beobachte das Gebot, mich zu enthalten des Genusses berauschender Mittel.
Das Athanga-Sila (achtfache Gebot) umfaßt die 5 vorhergenannten Gebote nebst drei Ratschlägen, die Laien zu zusätlicher Beachtung empfohlen werden und für Ordensangehörige verpflichtend sind:
  1. Ich beobachte das Gebot, mich zu enthalten des Essens zu ungehöriger Zeit.
  2. Ich beobachte das Gebot, mich zu enthalten des Tanzens, Singens der Musik und unanständiger Schauspiele, ferner des Gebrauchs der Blumenkränze, Wohlgerüche, Spezereien, Schönheitsmittel, Salben und Schmuckstücken.
  3. Ich beobachte das Gebot, mich zu enthalten der Benutzung hoher und breiter Betten.
Das Dasa-Sila umfaßt außer den vorher genannten Geboten noch zwei zusätzliche Observanzen, die besonders frommen Laien empfohlen, den Mönchen, Nonnen sowie Novizen jedoch vorgeschrieben sind.
  1. Ich halte das Gebot, mich fernzuhalten vom Tanzen, Singen und unanständigen Aufführungen.
  2. Ich halte das Gebot, mich zu enthalten des Annehmens von Gold und Silber.

Mönche und Nonnen dürfen nur 8 Utensilien besitzen: